Bergmann, Mitglied der KPF, geboren im nordfranzösischen Kohlebecken. Er nahm führend am Bergarbeiterstreik im Mai 1941 teil (vgl. Montigny-en-Gohelle) und beteiligte sich am bewaffneten Kampf gegen die deutschen Besatzer. Mit einer Gruppe von ca. 20 jungen Leuten der Organisation spéciale (vgl. FTP), zu der zeitweilig auch Emilienne Mopty gehörte, führte er Sabotage an Eisenbahnen, Hochspannungsmasten und Angriffe auf Waffenlager durch. Nach Erschießung eines deutschen Wachsoldaten wurde auf seinen Kopf eine Prämie ausgesetzt. Mehrfach konnte er der Polizei entwischen. Am 23. September 1942 wurde er nach einem Angriff auf das Gefängnis Loos-les-Lille bei einem Schusswechsel tödlich verletzt. In der Zitadelle von Arras ehrt ihn eine der 218 Gedenktafeln. Posthum wird ein (überarbeitetes) Tagebuch von 1941 herausgegeben.

Literatur/Medien:
Fossier, Jean-Marie: Nord – Pas-de-Calais. Zone interdite mai 1940 – mai 1945. Paris 1977, S. 147ff., 489ff.
resistance62.net/debarge_charles.htm