Die Kampfeinheiten der Partisanen trugen, je nach politischer Orientierung, häufig den Namen politischer Vorbilder, kleinere Kampfgruppen wählten für ihre Bezeichnung auch den Namen gefallener Kameraden. Die übergeordneten Brigaden kommunistischer Ausrichtung nannten sich nach dem italienischen Freiheitshelden des 19. Jahrhunderts Garibaldi-Brigaden (Brigate Garibaldi, Garibaldini). Die sozialistisch orientierten Brigaden trugen den Namen Matteotti-Brigaden nach dem 1924 von Faschisten ermordeten Sozialistenführer. Die Kampfeinheiten der Bewegung „Giustizia e Libertà“ („Gerechtigkeit und Freiheit“) wurden Giellisti genannt. Anarchistische Widerstandskämpfer gründeten entweder eigene Brigaden oder schlossen sich den vorgenannten Brigaden an. Die Brigaden der sog. Autonomen setzten sich aus politisch unterschiedlich konservativ, katholisch oder liberal orientierten Kämpfern, meist ehemaligen Armeeangehörigen zusammen. In der Region Friaul-Julisch Venetien kam den Osoppo-Brigaden eine eigene Bedeutung zu. (Resistenza)

Organisation der Operationszone Verbania - Cusio - Ossolo (Foto: Casa della Resistenza, Fondotoce)Beispielhaft sei hier das Organisationsschema der Operationszone Verbania - Cusio - Ossola mit den einzelnen Brigaden und ihren Kampfnamen gezeigt.

 


Literatur / Medien:
it.wikipedia.org/wiki/Brigata_partigiana; it.wikipedia.org/wiki/Brigate_Garibaldi; it.wikipedia.org/wiki/Brigate_Matteotti; it.wikipedia.org/wiki/Brigate_Osoppo; lorenz.ist.org/fba/document/giustizia.html; it.wikipedia.org/wiki/Giustizia_e_Libert%C3%A0; it.wikipedia.org/wiki/Fiamme_Verdi; libcom.org/history/anarchist-partisans-in-italian-resistance