Sara Yeshua, 1927 im „Ovriaki", dem jüdischen Viertel von Chalkida auf der griechischen Insel Euböa geboren, arbeitete bereits als 15-jährige Schülerin nach dem italienischen Überfall auf Griechenland im dortigen Militärkrankenhaus als freiwillige Krankenschwester. Nach dem Kriegsaustritt Italiens im September 1943, als auch die ehemalige italienisch besetzte Zone von den Deutschen eingenommen wurde, schloss sie sich der Nationalen Befreiungsfront Griechenlands (EAM) an und engagierte sich in der Fluchthilfe. Als Lehrerin in Kourkouloi (ca. 70 km nördlich von Chalkida) arbeitete sie zunächst in der Vereinigten Panhellenische Jugendorganisation (EPON), schloss sich aber - nachdem ihr Cousin von Mitgliedern der Sicherheitsbatallione ermordet worden war - dem militärischen Widerstand an. Leidenschaftlich vertrat sie die Ansicht, dass sich gerade junge Frauen am bewaffneten Widerstand beteiligen sollten (siehe auch: Frauen im griechischen Widerstand) und leitete als „kapetanissa” unter dem Tarnnamen „Sarika" eine rein weibliche Musterkompanie des 7. ELAS-Regiments.
Sara Yeshua-Fortis lebt in Tel Aviv.

Literatur / Medien:
Jewish Museum of Greece: Synagonistis: The Greek Jews in the National Resistance, Athen 2015; www.un.org/en/holocaustremembrance/2011/WomenPartisan_StudyGuide.pdf