Hauptort: Paris

Einführung
Die Region ist geprägt von Paris und seinen Vorstädten sowie den umliegenden vier großen Ebenen Beauce, Brie, Plaine de France und Vexin. Sie ist die am dichtesten besiedelte Region Frankreichs (fast 12 Mio. Einwohner/innen) und hat die größte Wirtschaftskraft. Sie ist aufgeteilt in die Stadt Paris und sieben Departements: Essonne, Hauts-de-Seine, Seine-et-Marne, Seine-Saint-Denis, Val-d'Oise, Val-de-Marne, Yvelines.
Die gesamte Region war ab Juni 1940 von deutschen Truppen besetzt. Die deutschen Besatzungsorgane saßen in Paris, die meisten Widerstandsgruppen ebenfalls. Außerhalb von Paris verstärkten sich die Aktivitäten, als sich 1942/43 die Perspektive der Befreiung abzeichnete: Nachrichtendienste, und Fluchthilfe, die meisten illegalen Zeitungen wurden hier gedruckt, in den „roten“ Vorstädten gab es zahlreiche Hausfrauen-Demonstrationen. Bewaffnete Aktionen konzentrierten sich auf Paris, es gab sie aber auch außerhalb, z.B. die Vernichtung des STO-Registers in Versailles. Das Fort de Romainville und den Mont-Valérien nutzte die deutsche Wehrmacht zu Geiselerschießungen. An der Spitze der FFI der Region stand Henri Rol-Tanguy. Die Region wurde Ende August 1944 befreit.

Gedenkorte in Paris: siehe dort. Außerhalb von Paris: Champigny-sur-Marne, Drancy, Fort de Romainville, Louveciennes, Mont-Valérien.

Tourismusbüro
Comité régional du tourisme, 35 Boulevard des Invalides, F-75007 Paris; www.pidf.com

Literatur
Dictionnaire historique de la Résistance, Paris 2006, S. 283ff.
Petit Futé. Guide des lieux de mémoire, Paris 2005, S. 119ff.