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Limoges

Region Limousin, Departement Haute-Vienne

Der Ort
Hauptort des Limousin, 140.000 Einwohner/innen, berühmt u.a. durch Porzellanherstellung. Auto: A 20 ParisToulouse; Bahn u.a. von/nach Paris, Bordeaux, Toulouse.

Die Ereignisse
Das Umland ist landwirtschaftlich geprägt, politisch links, Aufnahme vieler Flüchtlinge, Heime für jüdische Kinder. Früher Widerstand mit Anti-Vichy-Akzent, effektive Maquis (Mont-Gargan, Ussac, Ussel). Am 13.10.1942 protestierten 6.000 Menschen auf dem Champ de Juillet, Nähe Bahnhof Limoges, gegen die Relève (Vorläufer des STO). 50 Gefangene des Gefängnisses wurden als Geiseln genommen und am 26. und 27. März 1944 in Brantôme und Sainte-Marie-de-Chignac erschossen. Im August 1944 wurde Limoges  von Partisanen umzingelt; nach Verhandlungen im Hôtel de la Paix unter Führung von Georges Guingouin zog die Wehrmacht am 21.8.1944 kampflos ab.


Gefängnis Hôtel de la Paix Museum, Blick in die Ausstellung (© Mairie de Limoges, Direction de la Communication)

Gedenken
Neben dem Eingang, Place Winston Churchill Nr. 17, gedenkt eine Tafel der in diesem „Vichy-Gefängnis 1940–1944 gequälten und erschossenen Patrioten“. An der Fassade des Hotel de la Paix, Place Jourdan Nr. 25, erinnert eine Tafel an die Aufgabe der deutschen Garnison am 21.8.1944. Das 2012 wieder eröffnete Musée de la Résistance (Widerstandsmuseum) zeigt viele Dokumente zu regionalen Widerstandsgruppen, Maquis und deren Aktionen: Rue Neuve-Saint-Étienne Nr. 7, offen täglich außer Montag. E-Mail: musee_resistance@ville-limoges.fr; Internet: www.resistance-massif-central.fr.

Literatur
ANACR (Hg.): Mémorial de la Résistance et des Victimes du Nazisme en Haute-Vienne, 4. Auflage, Limoges 2006, S. 41ff.