Das Ereignis

 Hauptbahnhof Santa Maria Novella (Foto: Baldini)Die Eroberung des Hauptbahnhofs Santa Maria Novella

Gedenktafel auf Gleis 8

Das Zentrum von Florenz war seit dem 11. August 1944 befreit. In einzelnen Stadtteilen waren immer noch Deutsche und zudem Scharfschützen aktiv. Am 15. August rückte die Front in die Nähe des Bahnhofs Santa Maria Novella heran, der zwar „Niemandsland“ war, aber im Bereich deutscher Maschinengewehre lag, die sich um den Bahnhof festgesetzt hatten. Der Kampf um den Bahnhof zeigt die Härte des Befreiungskampfes ebenso wie den Mut der Partisanen. Bei der Annäherung an den Bahnhof geriet die angreifende Partisaneneinheit „Brigata Lanciotto“ unter Führung von Romeo Fibbi in einen Kugelhagel, „Pierino“ Valenzano, ein Partisan aus Turin, blieb auf den Gleisen nahe des Torre rossa liegen. Seine Kameraden riskierten den Versuch, Valenzano zur Hilfe zu kommen, aber Fibbi musste feststellen, dass Valenzano schon tot war. Fibbi selbst wurde dabei verwundet. Vezio Galgani, ein Partisan aus Volterra, der versuchte, den Verletzten zu bergen, wurde von Maschinengewehren getroffen und starb tags darauf. Beide Rettungsversuche blieben erfolglos. Erst nach einer Reorganisation ihrer Kräfte gelang es den Partisanen schließlich, das deutsche Maschinengewehr auszuschalten und den Bahnhof zu erobern. 

 

 

Tafel am Gleis 3 (Foto: Baldini)


Gedenken 
Innerhalb des Bahnhofs erinnert am Gleis 3 eine Gedenktafel für Piero Valenzano, den Partisan aus Turin. Von Gleis 8 wurden am 8. März 1944 mehr als 1.000 Juden in die deutschen Vernichtungslager deportiert. Eine Gedenktafel am Gleis 8 erinnert hieran. 


Literatur / Medien: 
de.wikipedia.org;/wiki/Bahnhof_Firenze_Santa_Maria_Novella
resistenzatoscana.org/monumenti/firenze/lapide_a_valenzano/
resistenzatoscana.org/biografie/valenzano_piero/
resistenzatoscana.org/storie/la_conquista_della_stazione_di_santa_maria_novella/