Geneviève de Gaulle, Nichte des späteren Generals de Gaulle, aufgewachsen im Pays de Sarre (Saargebiet), ging in Metz ins Internat, absolvierte das Abitur in Straßburg und studierte Geschichte in Rennes und Paris. Früh engagierte sie sich in den Widerstands-Netzwerken Musée de l’Homme und Défense de la France, wo sie für den Vertrieb der Zeitung zuständig war. Sie wurde 1943 verhaftet und 1944 nach Ravensbrück deportiert. Nach der Befreiung war sie Vorsitzende der Association nationale des Déportées et Internées de la Résistance (ADIR), tätig im Kultusministerium, später in der Hilfe für Obdachlose.

Zahlreiche Ehrungen, u.a. eine Straße in Rennes, mehrere Schulen, ein Platz im 15. Pariser Arrondissement und ein Park in Villeurbanne bei Lyon sind nach ihr benannt. Am 27. Mai 2015 wurde sie in den Pantheon aufgenommen.

Literatur/Medien
Gaulle-Anthonioz, Geneviève de: La Traversée de la nuit, Paris 1998; dt. Durch die Nacht, Zürich 1999
Neau-Dufour, Frédérique: Geneviève de Gaulle-Anthonioz, Paris 2004
https://fr.wikipedia.org/wiki/Genevi%C3%A8ve_de_Gaulle-Anthonioz